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Freitag, 12. Februar 2010

TSV schlägt Nettelstedt und ist wieder 16.

Überragende Leistung von Jens Vortmann

Hielt heute glänzend: Jens Vortmann. Foto: Heinz Zaunbrecher
Hielt heute glänzend: Jens Vortmann. Foto: Heinz Zaunbrecher

Es waren gerade mal 8 Minuten und 24 Sekunden gespielt, da stand es 5:2 für den TSV und Gäste-Trainer Patrik Liljestrand nahm die erste Auszeit. Er forderte mehr Bewegung im Angriff und mehr Aggressivität in der Deckung, doch die stellte sich auch nach der einminütigen Unterbrechung nicht ein. Erst die doppelte Zeitstrafe für den zunächst foulenden und dann meckernden Michal Jurecki setzte neue Kräfte frei: Die Gäste machten zwei Treffer in Unterzahl und kamen bis auf 7:5 heran. Die Dormagener zeigten sich allerdings nicht beeindruckt, zogen ein konzentriertes Angriffsspiel auf und setzten sich bis auf 11:6 ab. Ein Aktivposten war dabei Linkshänder Dinos Chantziaras, der erfolgreich im Abschluss war und immer wieder Kreisläufer Sebastian Linder suchte. Die Gastgeber hätten sogar noch höher führen können, ließen aber mehrere klare Chancen aus. Vor allem Jurecki bäumte sich jetzt auf und sorgte mit drei Toren hintereinander für neue Spannung. Michiel Lochtenbergh per Siebenmeter und Christoph Schindler waren allerdings für die Vier-Tore-Führung zur Pause zuständig.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Jens Vortmann hielt und Max Holst erhöhte auf 14:9. Der Vorsprung schmolz allerdings dahin: Innerhalb von sechs Minuten verkürzten die Nettelstedter dank ihres 5:1-Laufs bis auf 15:14. Wer sich Sorgen machte und die TSV-Akteure schon bei der späteren Party wähnte, der sah sich freilich getäuscht: Bis zur 45. Minute war der TSV beim 21:15 wieder im Besitz einer komfortablen Führung. Als zunächst Florian Wisotzki traf und danach der in der zweiten Hälfte stark aufspielende Linder das 23:16 markierte, war klar, dass nichts mehr anbrennen würde. Zwar konnte sich Jurecki noch über das 24:19 in doppelter Unterzahl freuen, doch mehr war für das mit Nationalspielern gespickte Team nicht drin.       

Patrik Liljestrand war die Verärgerung über das verlorene Spiel anzumerken, als er von einer "katastrophalen Leistung" seiner Mannschaft sprach. Er lobte aber die Dormagener für die clevere Spielweise und kritisierte das Verhalten seiner Spieler: "Wenn man drei Zeitstrafen wegen Meckerns erhält, kann man das Spiel nicht gewinnen." Kai Wandschneider stellte vor allem die Abwehrarbeit vor dem "überragenden Jens Vortmann" heraus und sah die Leistungssteigerung von "Patti" Linder nach der Pause als einen wichtigen Punkt für den verdienten Sieg an. Zudem galt das große Kompliment dem Kleinsten: "Max Holst brachte zusätzlichen Schwung ins Team."

TSV Dormagen: Vortmann, Schlingmann (ab 58.); Wisotzki (5), Holst (4), Schindler (4), Plaz (1), Balomenos, Meyer, Linder (5), Dmytruszynski, Mahé, Nippes (1), Chantziaras (4), Lochtenbergh (4/3).
TuS N-Lübbecke: Blazicko, Putera (ab 44.); Felixsson (1), Siodmiak, Hansen (1), Jurecki (6), Tluczynski (4/1), O. Tesch (3), Rui (1), Niemeyer (4), Alvanos (2), Remer (1).

Schiedsrichter: Harms/Mahlich (Magdeburg/Stendal). - Zuschauer: 2325. - Zeitstrafen: 6:10 Minuten. - Siebenmeter: 4/3:1/1 (Michael Lochtenbergh scheitert einmal an der Latte). - Spielfilm: 2:2 (6.), 5:2 (9.), 7:3 (12.), 8:6 (18.), 11:6 (21.), 11:9 (26.), 13:9 - 14:9, 15:14 (38.), 17:14 (40.), 17:15, 21:15 (45.), 23:16 (48.), 24:19 (52.), 27:19 (55.), 28:23.

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